E-Sport als echter Sport – Sportverbände und der Staat befürworten immer mehr den digitalen Sport

E-Sport als echter Sport – Sportverbände und der Staat befürworten immer mehr den digitalen Sport

Das kompetitive Kräftemesse wurde nun auch vom deutschen Motorsportbund als auch das Auswärtige Amt anerkannt.
Jedoch gibt es bei anderen Verbänden noch Vorurteile.

Zwei riesige Erfolge für den E-Sport wurden neuerdings erzielt!
Der Deutsche Motorsportbund (DMSB) erkennt Rennspiel-Simulationen mit Authentizitätsanspruch als Motorsport-Disziplin an. Und unabhängig davon wird die Einreise von E-Sportlern aus Nicht-EU-Staaten erleichtert. Das heißt, dass diese unkomplizierter ein Visum für Deutschland erlangen können. Demzufolge wird die Organisation der Anreise zu Turnieren und diverse E-Sportveranstaltungen vereinfacht. Allerdings gibt es zum Visum eine Einschränkung – Die Dauer der Tätigkeit darf nicht 90 Tage innerhalb eines Jahres überschreiten.

Seit der Veröffentlichung der aktuellsten Ausgabe des Visumhandbuchs vom Juli 2018 ist der genannte Visumsantrag möglich.

Der Präsident des E-Sports Bund Deutschland (ESBD) nimmt die oben genannten Erfolge mit Freude entgegen, jedoch fordert er spezielle Maßnahmen:

“Wir freuen uns über diese Öffnung und hoffen, dass wir zeitnah auch längerfristige Aufenthalte ohne komplizierte Verfahren in Deutschland
ermöglichen können. Dafür müssen E-Sport-Athleten als Berufssportler anerkannt werden, das ist der nächste notwendige Schritt.
Das erlaubt es, auch für den Liga- und Trainingsbetrieb ausländische Talente nach Deutschland zu holen und damit den Standort
und die heimischen Teams im internationalen Wettbewerb zu stärken.”

Quelle: https://esportbund.de/2018/10/18/auswaertiges-amt-setzt-bessere-einreisebedingungen-fuer-esport-athleten-um/

CDU, CSU und SPD erkennen im aktuellen Koalitionsvertrag den E-Sport als eigenständige Sportart an und wollen dabei helfen, dass der digitale Wettkampf auch bei Olympia eine Perspektive hat.

Quelle: https://www.cdu.de/system/tdf/media/dokumente/koalitionsvertrag_2018.pdf?file=1

Dahingegen gehören der DFB und das olympische Komitee zum aktuellen Gegner der Legitimierung des E-Sports.
Denn die aktuellen ranghohen Vertreter werden von Vorurteilen getrübt. Demzufolge sprechen sich Reinhardt Grindel, DFB-Präsident und Hans-Joachim Watzke, Geschäftsführer Borussia Dortmund gegen den
E-Sport aus und sagen, dass dieser kein echter Sport sei. Der Präsident des Olympischen Komitees Thomas Bach bekräftigt mit seiner Aussage »Wir können im olympischen Programm kein Spiel haben, das Gewalt oder Diskriminierung befördert. Sogenannte Killerspiele« – seine tiefe Abneigung gegen den E-Sport.

Quelle: https://www.gamestar.de/artikel/e-sport-ist-kein-sport-dfb-praesident-grindel-kritisiert-die-plaene-der-groko,3326866.html (DFB)
Quelle: https://www.ruhrnachrichten.de/Sport/BVB/Watzke-Verein-war-noch-nie-so-gut-aufgestellt-70093.html (Hans-Joachim Watzke)
Quelle: https://www.gamepro.de/artikel/esport-videospiele-haben-keine-olympia-zukunft-weil-sie-angeblich-gewalt-befoerdern,3334328.html (Thomas Bach)

Nils Heger
CEO & Vereinsvorstand