RAW: Kickstarter stoppt Crowdfunding-Kampagne

RAW: Kickstarter stoppt Crowdfunding-Kampagne

Beim Stand von über 170.000 Euro hat Kickstarter die Kampagne für das Open-World-Spiel “RAW” abgebrochen und das nur wenige Stunden vor Ablauf des Countdowns.

Rund eineinhalb Tage vor dem planmäßigen Ende hat Kickstarter die Crowdfunding-Kampagne für das im färnkischen Fürth entwickelte Spiel “RAW” gestoppt. Zu diesem Zeitpunkt hatte das Projekt mehr als 170.000 Euro von fast 4.000 Unterstützern eingesammelt. Damit hätte es das Entwicklerteam Killerwhale Games in die Liste der zehn erfolgreichsten Kickstarter-Games aus Deutschland geschafft.

Die „Backer“ erhalten nun ihr Geld in vollem Umfang zurück und wurden bereits per Mail benachrichtigt.

Zum Kampagnen-Abbruch kann laut Kickstarter grundsätzlich einer oder mehrere der folgenden Faktoren führen:

  • Gefälschte Nutzer-Kommentare in Foren oder Chats
  • Falsche Identitäten oder Biografien der Initiatoren
  • Ausbleibende oder unzureichende Informationen von Relevanz

Zu dieser drastischen Maßnahme werde laut Kickstarter nur in solchen Fällen gegriffen, wenn handfeste Belege oder Indizien für einen Verstoß gegen die Richtlinien vorliegen.

In einer ersten Reaktion zeigt sich das Killerwhale-Team maßlos enttäuscht von der Kickstarter-Entscheidung. Insbesondere habe es keine Vorwarnung und keine Nachfragen gegeben, auch eine konkrete Begründung werde die Plattform nicht nachliefern. Die Entwickler vermuten, dass es eine Flut an Beschwerden und Meldungen bei Kickstarter gegeben habe, die letztlich zum überraschenden Last-Minute-Stop geführt habe.

Gegenüber der Website PCGamesN hat sich ein Kickstarter-Sprecher zu den Details geäußert. Demnach seien die Initiatoren verpflichtet, glaubhaft zu dokumentieren, dass der Projekt-Abschluss und die Erfüllung aller in Aussicht gestellten Dankeschön-Pakete („Pledges“) realistisch ist. Im konkreten Fall habe das Team aber noch während der laufenden Kampagne eingeräumt, dass die Entwicklung des Spiels mit dem anvisierten Budget gar nicht möglich sei.

Das versprochene Gameplay-Video, das als Beweis für die Existenz eines funktionierenden Prototypen dienen sollte, wollen die Entwickler nun in den kommenden Tagen nachliefern. Das Team prüft außerdem alternative Geldquellen zu Kickstarter, etwa via IndieGoGo.

Euer Master Editor

Stephan aka “Chavdar”

Quelle: https://www.gameswirtschaft.de/marketing-pr/raw-kickstarter-abbruch-killerwhale-games/